Lizenzpflichtige Medien einfach im Unterricht nutzen.
Es gibt unzählige Bildungsmedien von zahlreichen Anbietern. Die Nutzung in den Bundesländern ist sehr heterogen. Das Projekt „Licence Connect“ soll ein einheitliches Verfahren schaffen, durch das lizenzierte Bildungsmedien in jedem Bundesland der Nutzergruppe im Unterricht zur Verfügung stehen. Licence Connect stellt die dafür benötigten Schnittstellen und das Lizenzmanagement für die Verwaltung zur Verfügung.

7 Kernthesen, die den Mehrwert von Licence Connect aufzeigen
Einfache Nutzung digitaler Bildungsangebote
LC ermöglicht allen Lehrkräften und SchülerInnen eine einfache Nutzung von digitalen Bildungsangeboten.
Eine einheitliche Schnittstelle
Für Anbieter vereinfacht sich die Auslieferung von Lizenzen an die Käufer/Lizenznehmer durch eine einheitliche Schnittstelle und die LC-Infrastruktur.
Konnektivität zu den bestehenden Landessystemen
Mediatheken, Lizenzverwaltungen oder lizenzhaltende Systeme können durch offene Schnittstellen beliebig angeschlossen werden.
Maximale Offenheit für Inhalte und Lizenzen
LC ist offen für alle digitalen Bildungsmedien und Lizenzmodelle.
Wissen, was läuft. Wissen, was kommt.
LC stellt für alle Beteiligten Reportings zur Verfügung, um einen detaillierten Überblick über geplante, bestehende oder auslaufende Lizenzen gewinnen zu können.
Datenmodell für alle Lizenzmodelle
LC stellt ein Datenmodell zur Verfügung, das alle möglichen Lizenzmodelle unterstützt. Alle Werte, die für eine Zuordnung und Nutzung der lizenzierten Medien nötig sind, sind im Datenmodell enthalten. Die Wertelisten greifen die länderspezifische Nomenklatur auf.
Einfache und genaue Lizenzzuordnung
Für die Beschaffer von Lizenzen (Ministerien, Schulträger, Schulen) wird eine einfache und genaue Zuordnung von Lizenzen zur Nutzergruppe ermöglicht.
- Eine zügige Nachbeschaffung von Lizenzen ist möglich.
- LC verbindet verschiedene lizenzhaltende Systeme und länder-/trägerspezifische Mediatheken.
- Eine direkte Übermittlung von „Nutzungsrechten bzw. Lizenzen“ (in unterschiedlichen Formaten) durch die Medienanbieter soll die Lizenzierung beschleunigen und die Arbeit für alle Seiten effizienter machen.
- Für Schulträger und Schulen wird eine einfache & schnelle Zuordnung von Lizenzen zu ihren Nutzenden ermöglicht.
Um ein solch komplexes Vorhaben mit vielen Stakeholdern zu realisieren, ist ein langer Vorlauf und eine iterative Arbeitsweise nötig. Von der Projektplanung über die Analyse der Anforderungen im föderalen Kontext bis zur Entwicklung von Schnittstellen und einer Software zur Lizenzverwaltung wurden bislang folgende Schritte absolviert.
Projektplanung
Eine umfassende Projektplanung in enger Zusammenarbeit von FWU und dem federführenden Bundesland Rheinland-Pfalz führte zur Definition der ersten Vision von Licence Connect. Ein Projektplan wurde erstellt und allem voran die Analyse der Ausgangslage und des Bedarfes in den beteiligten Bundesländern durch ein „Requirements Engineering“ geplant. Dieses wurde durch die ifib Consult im Rahmen einer „Roadshow“ durchgeführt.
Die Roadshow
Als Grundlage für alle weiteren Schritte sollte eine strukturierte Anforderungserhebung in allen Bundesländern dienen, mit der ifib Consult nach einer Ausschreibung beauftragt wurde.
Lizenzvermittlung
Ein Proof of Concept sollte zeigen, wie Lizenzen aus einem lizenzhaltenden System mit einer VIDIS‑Identität verknüpft und an eine Nutzermediathek weitervermittelt werden können. Dieser PoC wurde anschließend zu dem Modul „Licence Connect Kern“ ausgebaut und kommt aktuell mit den neuen Mediatheken der Bundesländer BB, MV und ST zum Einsatz.
Lizenzcodelieferung (Pilot)
Im Auftrag des federführenden Bundeslandes wurde eine Pilotanwendung entwickelt, die durch „LC-Lizenzcodelieferung“ folgende Prozessschritte digital zusammenführt:
- Bedarfsmeldung für Lizenzcodes von Bundesland-Seite
- Zuordnung und Vermittlung der Bedarfsmeldung an die Lizenzlieferanten
- Abholung von Lizenzcodes von Lieferanten
- Bereitstellung der Lizenzcodes für das Bundesland
Ausschreibung zur Entwicklung eines Lizenzmanagers auf Grundlage der Anforderungen aus der Roadshow-Phase
Auf Grundlage der Roadshow wurde die Ausschreibung von Entwicklungsleistungen zur Erstellung einer Anwendung zum Lizenmanagement initiiert. Mitte 2026 soll der Zuschlag erteilt sein und die Entwicklung beginnen.

Licence Connect
FWU Institut für Film und Bild in
Wissenschaft und Unterricht gGmbH
Bavariafilmplatz 3
82031 Grünwald bei München
lc@fwu.de